Radsport Lexikon

A

Abfahrtsspezialist Fahrer, der die Bergabfahrten besonders gut beherrscht
abräumen, sich/andere/das Feld stürzen, stürzen und andere mitreißen, einen Massensturz verursachen
ADAMS Antidoping Administration & Management System
von der WADA im November 2005 eingeführte Sportler-Datenbank, die allen Beteilgten ein effektives Dopingmanagement garantieren soll; u. A. mit Speicherung der Aufenthaltsorte zwecks Trainingskontrollen, der Medikamente und auch der Blutwerte
aerob mit Sauerstoff versorgt. Wer im aeroben Bereich fährt, dessen Muskeln sind mit ausreichend Sauerstoff versorgt, wichtig für eine optimale Ausdauerintensität
Aerolenker Triathlonlenker, der beim Zeitfahren zur Verbesserung der Aerodynamik eingesetzt wird. Die Schalthebel sind in den Lenker eingelassen, die Unterarme können aufgelegt werden. Greg Lemond führte ihn erstmals ein
Affenkotelett Gängige Bezeichnung für eine Banane
AIGCP Association Internationale des Groupes Cyclistes Professionnels – Internationale Verband der Professional Teams
AIOCC Association Internationale des Organisateurs de Courses Cyclistes – Internationaler Verband der Radrennveranstalter
Allrounder Fahrertyp, der vieles beherrscht, kein Spezialist ist
Amstel Gold Race holländisches Weltcup-Rennen, ca. 250 km, 1966 zum ersten Mal veranstaltet
anaerob ungenügende Sauerstoffversorgung. Bei entsprechender Unterversorgung der Muskeln durch Höchstbelastung spricht man auch von ‚Sauerstoffschuld‘
Antritt Versuch mit viel Kraft eine erhöhte Beschleunigung zu erreichen und sich so u.U. vom Feld/ der Gruppe zu lösen, einen Vorsprung herauszufahren oder das Feld zu sprengen
A-Probe Dopingproben (Urin, Blut) werden in A- und B-Proben aufgeteilt. Zuerst untersucht das Analyselabor die A-Probe. Ist sie positiv, kann der betroffene Sportler/ die Sportlerin die Analyse der B-Probe verlangen. Sind beide positiv, gilt er/sie vorläufig als überführt.
Aufbautraining Trainigsphase nach dem Grundlagentraining mit dem Schwerpunkt der sportspezifischen Anforderungen. Belastungsverträglichkeit, Wettkampffähigkeit und im Radsport z. B. besonderes Hinarbeiten auf die Anforderungen langer Rundfahrten werden aufgebaut und erweitert. Voraussetzung für das Hochleistungstraining
Ausreissversuch der Versuch eines Fahrers, einer Gruppe dem Felde wegzufahren in der Hoffnung, dass es zum Sieg reicht
Ausreisser, Ausreissergruppe ein Fahrer, eine Fahrergruppe, dem / der es gelang dem großen Feld wegzufahren, zwischen sich dem dem Feld einen signifikanten Zeitabstand zu legen
A.S.O. Amory Sports Organisation, Gesellschaft, welche die Tour de France und weitere wichtige Rennen organisiert
Attacke Angriff
attackieren angreifen

B

Bahnrennen Radsport, der auf der Bahn, einem Velodrom, ausgetragen wird, im Gegensatz zu Straßenrennen
Baroudeur notorischer Ausreisser
BDR Bund Deutscher Radfahrer, deutscher Radsportverband
Beinrasur Rennradfahrer rasieren sich im allgemeinen die Beine, weil sie sich durch Stürze häufig Wunden zuziehen. Diese können bei glattrasierten Beinen besser versorgt und sauber gehalten werden.
Benzin/Klinke fahren verbotenes Windschattenfahren hinter Autos bzw. verbotenes festhalten an Autos, wird mit einer Verwarung, Zeitstrafen bzw. Rennausschluß bestraft.
Bergankunft Ende/Ziel einer Etappe nach einem längeren Anstieg, oder auf dem Gipfel eines Berges
Bergetappe Etappe im Gebirge
Bergfahrer Fahrertyp Bergspezialist, s. a. Bergziege
Bergtrikot Das Trikot des Führenden in der Bergwertung eines Etappenrennens
Bergwertung Bestimmter Punkt eines Anstiegs oder Gipfels, an dem die Fahrer gemäß der Reihenfolge ihrer Durchfahrt Wertungspunkte erhalten.
Bergzeitfahren Zeitfahren am Berg
Bergziege Fahrertyp, der besonders gut klettern, bergauffahren kann, s. a. Bergfahrer
Besenwagen Ein Fahrzeug, dass die Fahrer aufnimmt, die aufgrund von Verletzungen, Krankheit oder Erschöpfung aufgeben müssen. Begleitfahrzeug der Rennfahrer, das den Schluß des Rennens anzeigt.
Boden gutmachen Zeit oder Plätze gutmachen, sich verbessern
Bonifikation Zeitgutschrift oder Punktegutschrift bei Sprintwertungen unterwegs oder für die ersten Plazierungen im Ziel
B-Probe Dopingproben (Urin, Blut) werden in A- und B-Proben aufgeteilt. Zuerst untersucht das Analyselabor die A-Probe. Ist sie positiv, kann der betroffene Sportler/ die Sportlerin die Analyse der B-Probe verlangen. Sind beide positiv, gilt er/sie vorläufig als überführt.

C

Camelbak Rucksack mit Trinkblase, die mit einem Schlauch und einem Beissventil ausgestattet ist, sodass während der Fahrt einfach gerunken werden kann
CAS Court of Arbitration for Sport, internationaler oberster Sportgerichtshof, unabhängige letzte Entscheidungsinstanz, gegründet 1984, Sitz in Lausanne,Schweiz; s. a. TAS
CCP Conseil du cyclisme professionel – Rat des Profiradsports, Teil der UCI-Struktur vor Einführung der ProTour (s. CUPT)
Challenge Desgrange-Colombo 1948 – 1958 existierende Fahrer-Wertung, in die Tour de France, Paris-Roubaix, Paris-Tour, Giro d’Italia, Mailand-San Remo, Flandern-RF, Lombardei-Rundfahrt, Flèche Wallonne, Paris-Brüssel angehörten (alle Rennen nicht in allen Jahren)
Classica San Sebastian baskisches Eintagesrennen, 1981 zum ersten Mal ausgetragen, ca. 230 km, ist Teil des Welt-Cups
Cleats Verbindungsglied zwischen Clickpedalen und Bikeschuhen
Clickpedale Rennrad und Mountainbike-Pedale, in die Bikeschuhe mit speziellen Platten zum festen Halt einrasten können
Combine fahren zusammen mit anderen fahren, gemeinsame Sache machen
Continental Team (CT) ab 2005 gültige neue Team Klassifizierung, entspricht bisherigen GSIII; CT können nicht an Pro-Tour-Rennen teilnehmen, ihre Lizenz erhalten sie durch den nationalen Verband
Country-Tourenfahren breitensportliche Variante des Tourenfahrens mit dem Geländerad, durchgeführt auf öffentlichen Feld- und Waldwegen unter Berücksichtigung der gültigen Naturschutz- und Umweltregeln
CPA Cyclistes Professionels Associés – Gewerkschaft der Profi-Fahrer
Cycling engl. Radsport
Cyclocross Querfeldein, Geländeradsport im Winter ausgetragen, unabhängig, von der UCI anerkannt
Cross-Country Mountainbikerennen, erstmals 1996 als olympische Disziplin ausgetragen, UCI anerkannt
CUPT (Conseil de l’UCI ProTour) Rat/Kommission des Profiradsports, oben angesiedelt in der UCI-Struktur, löste den CCP mit Einführung der ProTour ab

D

Durchreichen Ein überholter Fahrer, der mit der Geschwindigkeit der anderen Fahrer nicht mehr mithalten kann und nach hinten fällt, wird „durchgereicht“.
Doping Unerlaubte Anwendung von leistungssteigernden und/oder leistungsanregenden Mitteln.
Draisine hölzerne, lenkbare Laufmaschine, benannt nach dem badischen Forstmeister Baron Karl Friedrich Drais von Sauerbronn, die dieser zum ersten mal 1816 vorstellte und sich 1818 patentieren ließ

E

Edelhelfer Fahrer, die selbst u. U. auf Sieg fahren könnten bzw. außerordentliche Qualitäten haben, aber während eines Rennens die Aufgabe haben ihren Teamkapitän, den Teamleader zu unterstützen
Einladungsrennen Rennen, zu denen Fahrer eingeladen werden und Startgeld bekommen
Elite Fahrer ab 23 Jahren, Frauen ab 19 Jahren
Endgeschwindigkeit Geschwindigkeit, die Sprinter kurz vor der Ziellinie erreichen
Etappe Teilstrecke eines Radrennens

F

Fahrerfeld die Gesamtheit der gestarteten Fahrer eines Rennens
Finisseur franz., ein Fahrer, der die Feinheiten des richtigen Augenblicks im Sprint beherrscht und siegen kann
Finisher engl., s. Finisseur
Flachetappe Etappe ohne Berge oder schwerer Hügel
Flame rouge ‚Teufelslappen‘, rotes Dreieck, weist die Fahrer auf den letzten Kilometer vor dem Ziel hin
Flandern-Rundfahrt belgischer Frühjahrs-Klassiker, zum ersten Mal 1913 ausgetragen, auch bekannt wegen der zahlreichen Kopfsteinpflasterpassagen, die im Frühjahr bei schlechtem Wetter schon oft Anlass zu heroischen Kämpfen boten; ist Teil des Welt-Cups und wird zu den fünf Monumenten des Radsports gezählt
Flèche Wallonne Wallonischer Pfeil, belgischer Frühjahrs-Halbklassiker seit 1936, UCI-Kategorie HC, bildet zusammen mit Lüttich-Bastogne-Lüttich die berühmte Ardennen-Woche
Fluchtgruppe eine Gruppe von Fahrern, die versuchen sich vom Restfeld abzusetzen um gemeinsam ein/das Ziel zu erreichen
Formtief schlechter Leistungstand, Leistungstiefstand
Foto-Finish äußerst knapper Zieleinlauf, bei dem der Gewinner/ die Plazierungen nur dank Zielfoto ermittelt werden können
Füße einschlafen nicht mehr so schnell fahren können

G

Gelbes Trikot Trikot des führenden Fahrers in der Gesamtwertung der Tour de France
Gent-Wevelgem beliebter belgischer Halbklassiker im Frühjahr, UCI-Kategorie HC, der 1934 zum ersten Mal ausgetragen wurde
Geschichte des Radsports 1495 – Leonardo da Vinci skizziert erstmals ein Fahrrad mit Kettenantrieb (es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Skizze eine Fälschung ist und irgendwann zwischen 1960 und 1970 verfälscht wurde)
1790 – Jacques Ozanam und Jacques de Vaucanson testen in Paris ihre Zweirad-Erfindung „célerifère“
1817 – Carl Freiherr Drais von Sauerbronn erfindet das Fahrrad „Draisine“
1834 – Hufschmied Kirkpatrick McMillan entwickelt die Tretkurbel für das Vorderrad
1869 – Erstes Straßenrennen Paris-Rouen über 123 km
1878 – Gründung der „Bicycle Union“ in England
1880 – Paris-Mailand erstes Radrennen über die Alpen
1880 – Gründung der „League of American Wheelmen“ in den USA
1884 – Gründung des „Bund Deutscher Radfahrer“ in Leipzig
1885 – John Kempstarely entwickelt „Rover“, das Urmodell des heutigen Zweirades
1888 – John Dunlop konstruiert den luftgefüllten Reifen
1892 – Gründung der internationalen Organisation für Radsport „International Cyclist Association“ (ICA)
1896 – Radsport wird Olympische Disziplin
1903 – Die erste Tour de France
1909 – Der erste Giro d’Italia
Seit 1920 finden Rennen auf der Bahn und der Straße statt
Giro d’Italia Italienrundfahrt, zweitbedeutendste dreiwöchige Landesrundfahrt neben Tour de France und Vuelta a Espania, sie wurde 1909 zum ersten Male ausgetragen
la Grande Boucle die große Schleife, Bezeichnung für die Tour de France
Grünes Trikot Dieses Trikot wird an den Führenden in der Punktewertung (Ergebnisse der Sprintwertungen und Zwischensprints) der Tour de France vergeben.
Grundlagentraining Schaffung einer breiten Basis an technischen und (mentalen)Fertigkeiten und des Bewegungsniveaus, Aufbau einer stabilen Grundausdauer, der Kondition und auch taktischer Fähigkeiten; notwendige Voraussetzungen für die spätere Spezialisierung, das Aufbautraining
Grupetto siehe Omnibus

H

Halbklassiker traditionsreiche Eintagesrennen, die in der allgemeinen Einschätzung in ihrer Wertigkeit nicht so hoch angesiedelt sind wie die Klassiker, z. T. jünger sind, dies muss aber nicht sein. Eine eindeutige Definition gibt es nicht, die Einschätzungen sind länderspezifisch unterschiedlich. Häufig sind sie in der UCI-Wertungsskala unter den Klassikern angesiedelt
Halbetappe bei einigen kleineren Rundfahrten finden an einem Tag zwei Teiletappen statt, meist morgens eine kurze Etappe und nachmittags ein Zeitfahren
Hauptfeld Gruppe mit den meisten Fahrern
Helmpflicht seit 2003 müssen alle Fahrer während der Rennen einen Helm tragen, Ausnahme: Anstieg einer Bergankunft
Henninger Turm, Rund um
Eschborn-City-Loop
deutscher Klassiker, 1962 zum ersten Mal ausgetragen als Werbemassnahme einer Brauerei in Frankfurt, führt über ca. 250 km auf einer anspruchsvollen Strecke durch den Taunus, findet immer am 1. Mai statt
HEW-Cyclassics
Vattenfall Cyclassics
einziges deutsches Weltcuprennen, Hamburg, wurde 1996 zum ersten Mal ausgetragen und führt über 250 km
Hochleistungstraining letzter Abschnitt im Trainigsaufbau eines Sportlers, mit dem Ziel die persönlichen Leistungsgrenzen zu erarbeiten und zu erweitern
Höhentraining Training im Hochgebirge mit dem Ziel den Hämatokritwert und damit den Sauerstoffgehalt des Blutes zu erhöhen, ein Effekt, der medikamentös mit mit EPO erreicht wird
Hölle des Nordens der Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix (s. auch da)
Horn „am Horn ziehen“ d.h. schnell fahren. Das Horn bezeichnet hier den Lenker des Rades, an dem man sich mit den Armen nach vorne zieht, um einen besseren Druck auf das Pedal ausüben zu können. Ohne diesen Zug am Lenker, würde man bei großem Druck auf das Pedal auf dem Sattel nachhinten rutschen.
Hors Catégorie (HC) höchste Kategorie, bezeichnet bei Bergwertungen die schwierigste Kategorie, (3/2/1/HC), für die für das Bergtrikot die meisten Punkte vergeben werden. Mit HC werden auch die wichtigsten Rennen und Rundfahrten im Jahr durch die UCI gekennzeichnet
Hämatokrit Hämatokrit bezeichnet die festen Bestandteile im Blut, vor allem rote Blutkörperchen. Der Hämatokritwert wurde als indirekter Nachweis auf EPO genutzt. Es wurde ein Hämatokrit-Limit festgelegt (50%), ab dem ein Sportler „aus Gesundheitsgründen“ für 15 tage pausieren muss. Jedoch ist auch der Hämatokrit-Wert leicht zu manipulieren.
Hungerast Hypoglykämie, d.h. Unterzuckerung, die eintritt, wenn Fahrer im Verlauf eines Rennens nicht genug Nahrung aufnehmen. Es ist eine plötzlich auftretende Körperschwäche, die auf zu wenig oder zu spät aufgenommene Nahrung zurückzuführen ist.

I

in die Luft fliegen abreißen lassen müssen, platzen
Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM), TUI-Cup Rennserie, der die wichtigsten deutschen Rennen angehören: insgesamt 31 Straßen- und Etappenrennen plus der Deutschen Meisterschaften im Straßen- und Einzelzeitfahren für Elite Männer, Elite Frauen, U23 Männer
2006 zum ersten Mal ausgetragen
offizielle Seite
Italienrundfahrt Giro d’Italia, zweitwichtigste dreiwöchige Etappenfahrt, die zum ersten Mal 1909 stattfand
IPCD International Professionnal Cycling Teams
im April 2006 gegründete Interessengemeinschaft von 18 Pro Tour-Teams; 2006 nicht angeschlossen: Phonak, Française des Jeux

J

Jedermann-Rennen Rennen für Hobbyradler mit anspruchsvollem Schwierigkeitsgrad, die neben Eliterennen ausgetragen werden
Jugend Kategorie der Fahrer/innen von 16 Jahren und darunter
Junioren Fahrer/innen mit 17 und 18 Jahren

K

Kapitän Der Fahrer einer Mannschaft, der bei einem Rennen die besten Siegs- oder Erfolgsaussichten hat und für den die anderen arbeiten
Känguruh des Tages der Fahrer im Peloton, der am Ende einer Etappe die meisten Plätze im Klassement gut gemacht hat
Kette rechts den größten Gang auflegen
Kirmesrennen auch ‚Kriterien‘, kleinere lokale Rennen, die nicht in die offizielle Wertung eingehen und eher Unterhaltungswert haben, besonders viel nach der Tour de France anzutreffen, auf denen sich die Stars und die Lokalmatadoren ihrem Publikum präsentieren können.
Klassiker traditionsreiche Eintagesrennen, die eine hohe Wertschätzung erfahren und die ihren Ursprung schon vor oder um 1900 herum haben, bzw. in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Eine eindeutige Definition dafür gibt es aber nicht. Ob ein Rennen als Klassiker bezeichnet wird, hängt viel von dessen nationaler Bedeutung/ Einschätzung ab. Einige sind dem Weltcup zugeordnet; s. a. unter ‚Monumente des Radsports‘
Klassement Rangfolge, Plazierung der Fahrer
kleben am Hinterrad immer direkt am Hinterrad eines anderen Fahrers fahren, diesen nicht weglassen
Knopf im Ohr Funkverbindung des Fahrers mit der Teamleitung
Königsetappe wichtigste, schwerste, vielleicht schönste und oft die mythenumwobenste Etappe einer Rundfahrt
Kommissäre, Kommissärskollegium Rennleiter, kontrollieren die Durchführung des Radrennens auf die Einhaltung der Bestimmungen und Vorschriften, sie stellen Verstöße fest und sprechen Strafen aus: sie haben eine spezielle Ausbildung und benötigen eine Lizenz des nationalen Verbandes, die UCI bestimmt auch internationale UCI-Kommissäre
Konterattacke Attacke/Angriff aus dem Feld heraus, die in dem Moment gestartet wird, indem Ausreißer eingeholt wurden
Krebs des Tages der Fahrer im Peloton, der am Ende einer Etappe die meisten Plätze im Klassement verloren hat
Kreisel Auch „belgischer Kreisel“, spezielle Art der Ablösung beim Training und auch beim Rennen, um sich die Kräfte gegen den Wind einzuteilen und so ein höheres Tempo zu erreichen. Beim belgischen Kreisel wechselt die die kraftraubende Führungsarbeit ständig, der belastete Fahrer fällt aus der führenden Position zurück und der zuvor Zweitplatzierte übernimmt die Spitze… die Gruppe „kreiselt“. Das funktioniert nur bei einer Zweierreihe, bei der die eine geringfügig schneller fährt als die andere.
Kriterium Als Kriterium werden Radrennen auf einem relativ kurzen, mehrmals zu befahrenden und meist innerstädtischen Rundkurs bezeichnet. Nach der engeren, ursprünglichen Definition des Begriffs (wie sie bspw. bei Ausschreibungen von Rennen verwendet wird) handelt es sich nur um die Rennen, bei denen die Platzierungen durch Vergabe von Punkten am Zielstrich bei regelmäßigen Wertungen ermittelt werden und nicht durch Endkampf.

L

Lizenz aus dem Reglement: „Die Lizenz ist ein Ausweis, mit dem der Inhaber seine Verpflichtung bestätigt, die Statuten und Reglements zu beachten und der ihm die Teilnahme an Radrennen gestattet.“; die Lizenz wird ausgestellt vom nationalen Verband und wird benötigt von allen Teilnehmern bei Rennen: Profi-Fahrer, Radtourenteilnehmer, das gesamte Teampersonal und Offizielle
Lombardei Rundfahrt italienischer Klassiker, auch das ‚Rennen der fallenden Blätter‘ genannt, da er stets im Oktober ausgetragen wurde. Die Rundfahrt fand zum ersten Mal 1905 statt, sie ist Teil des Welt-Cups und eines der fünf Radsport-Monumente.
Lüttich-Bastogne-Lüttich der älteste Klassiker, erstmals 1892 ausgetragen nur für Amateure, seit 1968 stets im April, gehört zu den fünf Radsport-Monumenten und ist Teil des Weltcups
Lutscher „Hinterradlutscher“ Fahrer, der nur im Windschatten seines Vordermannes fährt, ohne selber Führungsarbeit zu leisten. Damit spart er Kraft, um im Endspurt an seinem Vordermann, der die Arbeit verrichtet und mehr Kraft gelassen hat, vorbeiziehen zu können. Lutscher sind logischerweise nicht gerade beliebt.

M

Maglia azzura azzurblaues Trikot, Trikot der Intergirowertung des Giro d’Italia
Maglia ciclamino cyclamrotes Trikot, Inhaber des Punktetrikots beim Giro d’Italia
Maglia rosa Rosa Trikot, Leadertrikot des Giro d’Italia
Maglia spumante fiktives Trikot, geschaffen von cycling4fans-usern für die überzeugenste (Asti spumante) Sektflaschen-Öffnungs-Performance durch den Sieger, diese Wertung hat bereits Einzug gefunden bei Eurosport
Maglia verde grünes Trikot, Bergtrikot des Giro d’Italia
Mailand – San Remo ‚La Primavera‘, der erste Klassiker im Jahr und auch der längste über 294 km, wird seit 1907 ausgetragen; ist Teil des Weltcups und wird den fünf Radsport-Monumenten zurechnet
Mann mit dem Hammer der Rennfahrer erleidet einen Einbruch. Der Begriff geht zurück auf den franz. Karikaturisten Pellos (René Pellarin), der ihn Anfang der 30er Jahre schuf.
Mannschaftsrennen Es gibt verschiedene Arten von Straßenrennen, die als Mannschaftsrennen ausgetragen werden. Zweier-Mannschaftszeitfahren, Vierer-Mannschaftszeitfahren, Vierermannschaftszeitfahren, Teamzeitfahren und Mannschaftsrennen, bei denen es eine Teamwertung gibt.
Materialwagen Fahrzeuge der Sportgruppen/ Teams, in denen das gesamte Material einschließlich der Ersatzteile und weiteren Zubehörs von Zielort zu Zielort transportiert wird
Massenspurt, -sprint der Sprint erfolgt aus einem geschlossenen großen Fahrerfeld heraus
Massensturz Sturz an dem viele Fahrer beteiligt sind
Meisterschaft von Zürich Schweizer Eintagesrennen, 1910 zum ersten Mal ausgetragen, 1993 umbenannt in Grand Prix Suisse, aber seit 1999 wieder Meisterschaft, die Streckenführung änderte sich öfters, ging zuletzt über 236 km; gehört dem Welt-Cup an
s. a. Züri-Metzgete
Meta volante spanisch: Zwischensprint
Monumente,Radsport die fünf traditionsreichsten und mythenumwobensten Eintagesrennen werden so bezeichnet: Mailand – San Remo, Flandern-Rundfahrt, Paris – Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich, Lombardei – Rundfahrt
Mountainbike, MTB geländegängiges Fahrrad, wird im Winter bei den Querfeldein-Rennen und im Sommer beim Cross-Country eingesetzt
MTB ist auch der Disziplin-Überbegriff für die Sommer-Gelände-Rennen, nach der UCI gibt es folgende Disziplinen: Cross Country Racing (XC, PP, SC), Downhill (DH), Hill Climb (HC), 4-Cross (4X), Dual Slalom (DS), Stage Race (SR)

N

NADA Nationale Anti-Doping-Agentur. Verbandsübergreifende Koordinations- und Anlaufstelle für nationale Anti-Dopingmassnahmen einschließlich der Kontrollorganisation.
Nationalmannschaft Mannschaft, die im Namen bzw. unter der Flagge eines Landes antreten, im Gegensatz zu den Sport-Gruppen; s.a. Nationaltrikot
’nationale‘ Meistertrikot spezielles Trikot, dass dem allein dem nationalen Meister einer Disziplin und Kategorie vorenthalten ist
Nationaltrikot Trikot für Nationalmannschaften, muss von der UCI genehmigt werden; das Tragen ist Pflicht bei Weltmeisterschaften, bei kontinentalen Meisterschaften (MTB), für Fahrer, die einer Nationalmannschaft angehören, bei Bahn- und Querfeldeinweltcup, bei den Olympischen Spielen
neutralisieren wenn Teams sich gegenseitig so bewachen und contern, dass keiner der Fahrer angreifen und wegfahren kann

O

Omnibus Omnibus, frz. l’Autobus, ital. Grupetto. Bezeichnet die Gruppe von Fahrern, die bei einer Bergetappe nicht die Fähigkeiten oder Absichten haben (z.B. die Sprinter) vorne mitzuhalten und die sich zu einer größeren Gruppe sammeln, um gemeinsam im Zeitlimit über die Berge zu kommen. Geführt wird der Omnibus dabei meist von einem erfahrenen tempobewußten Fahrer. Sollten die Fahrer das Ziel einmal nicht im vorgeschriebenen Zeitrahmen erreichen, wird es den Veranstaltern außerdem schwerer fallen, ein ganzes Grupetto aus dem Rennen zu nehmen als einen einzelnen Fahrer.

P

Parcours Rennstrecke
Paris-Roubaix französischer Klassiker, wird stets im Frühjahr ausgetragen über ca. 260 km, zum ersten Mal 1896. Es ist wohl das mythenumwobenste und spektakulärste Rennen, das wegen seiner vielen, alten und engen Kopfsteinpflasterpassagen und der oft äußerst widrigen Wetterbedingungen auch ‚Hölle des Nordens‘ genannt wird. Gehört zum Welt-Cup und ist eines der fünf Radsport-Monumente.
Paris-Tour französischer Klassiker, erstmals 1896 als Amateur-Rennen über 316 km veranstaltet, 1901 wiederaufgenommen; bis 1950 fand es überwiegend im April oder Mai statt, danach Ende September oder Anfang, Mitte Oktober; die Distanz betrug ca 250 km, das letzte Rennen ging über 257.5 km
parken gehen nicht mehr mithalten können, z. B. in einem Sprint
Parterreakrobat Sturzkünstler
PCC UCI Professional Cycling Council, wurde abgelöst nach Einführung der ProTour vom UPTC
Pedaleur Radfahrer
pedalieren Radfahren
Peloton (frz.) Geschlossenes Fahrerfeld (Hauptfeld) eines Radrennens.
platt fahren Einen Reifendefekt haben
platzen am Ende seiner Kraft sein, kaum noch weiter können
Pot belge / Pot du fou Doping- und Drogen-Coktail auf Basis von Amphetaminen und Kokain.
Pot néerlandais (hollandais) Pot belge ohne Kokain, Basis sind Amphetamine und Koffein
Primavera, la s. u. Mailand – San Remo, Frühjahrsklassiker
Professional Continental Team (PCT) ab 2005 gültige neue Team-Klassifizierung, Lizenzvergabe erfolgt durch die UCI, entspricht der bisherigen GS II, eingeführt im Zuge der UCI-Pro-Tour; PCT können zu Pro-Tour-Rennen eingeladen werden
Prolog Auftaktveranstaltung eines Etappenrennens, meist als kurzes Einzelzeitfahren ausgetragen. Es wird dabei die erste Rangfolge ermittelt, sowie häufig auch die ersten Trikotträger für die Sonderwertungen. Der Prolog ist eigenständig und zählt nicht als erste Etappe.
Pro-Tour, UCI- Ab 2005 von der UCI eingesetzte feste Serie von 27 Rennen für erst 20, 2006 19, 2007 wieder 20 , 2008 18 Teams, die verpflichtet waren, zu jedem dieser Rennen ein Team zu entsenden. Der Weltcup wurde damit abgeschafft.

Q

Querfeldein Geländeradsport, ausgetragen im Winter, UCI-anerkannt und ähnlich wie der Straßenradsport organisiert, wenn auch von geringerer Bedeutung

R

Radbundesliga Die Radbundesligen der Männer U 23 (ab 2010 auch U24), der Frauen , der Junioren und Juniorinnen sind Rennserien des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) mit einer durchlaufenden Gesamteinzel- und Mannschaftswertung. Für die Teilnahme an diesen Rennserien sind die Sportordnung, die Wettkampfbestimmungen Straße (WB Straße) und die Generalausschreibung des jeweiligen Jahres maßgebend.
Radio Tour offizieller Funkdienst während Radrennen
Radmarathon offizielle Veranstaltungen mit Radstrecken über mehr als 200 km
Radwandern Radtouren in die nähere Umgebung, entspannt und ohne Leistungsdruck
Rahmen steht, der eine stabile, übersichtliche Rennsituation, die taktisch relativ gut abzuschätzen ist, in der Überraschungen oder gefährliche Attacken erst einmal ausgeschlossen scheinen
Ravitaillement franz. für Verpflegungskontrolle, Streckenabschnitt, auf dem den Fahrern Etappenverpflegung gereicht werden kann
RCS Veranstalter des Giro d’Italia und weiterer großer rennen wie Tirreno-Adriatico, Mailand-San Remo, Lombardei-Rundfahrt
Regenbogentrikot Weltmeistertrikot. Es ist ein weißes Trikot mit fünf regenbogenfarbigen Ringen auf dem Brustbereich und darf solange getragen werden, bis der neue Weltmeister in der jeweiligen Disziplin feststeht. Ehemalige Weltmeister dürfen die Ärmel ihrer Trikots mit einem regenbogenfarbigen Saum versehen.
reißen lassen den Anschluss an die Gruppe verlieren
Rouleur Fahrertyp, der bei flachen Etappen besonders gleicmäßig, kräftig und schnell Tempo halten kann
Ruhetag rennfreie Tage während längerer Rundfahrten, sie werden auch häufig für den Transfer von einem Etappenort zu einem andern genutzt
Runder Tritt Gleichmäßige Tretbewegung, die das Fahrrad antreibt und die besonders im Einzelzeitfahren wichtig ist. Er ergibt sich aus einer möglichst gleichmäßig auf die Pedale verteilten Druck-, Schub- und Zugkraft.
Rundfahrtspezialist Fahrertyp, der den verschiedenen Anforderungen einer Rundfahrt gerecht wird, auf allen Terrains erfolgreich sein kann und Chancen auf ein gutes Abschneiden hat
Rhythmuswechsel plötzliches Ändern der Geschwindigkeit, häufiger Rhythmuswechsel am Berg z.B. liegt nicht allen Fahren und kann somit benutzt werdenden Gegner abzuhängen, ihn zu ermüden

S

Sack schweiz.: Führungstrikot
Sauer fahren Die Muskulatur ist übersäuert, Ermüdungs- und erschöpfungserscheinungen treten auf. Oder wissenschaftlich gesagt: Wenn aufgrund der Belastung des Rennens der Sauerstoffverbrauch höher ist als die Aufnahme, bildet sich Laktat, das die Muskelreaktion behindert.
Sauerstoffzelt ein Zelt mit Sauerstoff angereicherter Luft, in dem der Sportler schläft und auf diese Weise die Sauerstoffaufnahmefähigkeit seines Blutes zu erhöhen
Scheibenrad Rad mit geschlossener, glatter Fläche, das aufgrund seiner aerodynamischen Vorteile bei Zeitfahren eingesetzt wird
Schlafwagen fahren wenn das Hauptfeld langsam fährt.
einen in den Schuhen haben ausgepumpt, sturmreif, fertig sein
Schuhplatte Metallplatte unter den Radschuhen, mit der die Pedale fixiert werden
Senioren Kategorie der Fahrer/innen ab 30 Jahren, die keiner Sportgruppe angehören
Siegfahrer Fahrer, der nciht nur gut ist, sondern in der Lage ist, Siege einzufahren, dies auch schon bewiesen hat
Soloflucht ein einzelner Fahrer hat sich vom Feld abgesetzt und versucht allein das/ein Ziel zu erreichen Ziel
Sonderwertung gelegentlich bei Rennen zusätzlich eingeführte Wertungen mit Geld- oder Sachpreisen, oft anläßlich eines Jubiläums oder von einem Sponsor ausgesetzt
Spanienrundfahrt Vuelta a Espania, dritte dreiwöchige Landesrundfahrt neben der Tour de France und dem Giro d’Italia
Spezialisten Fahrer, die besondere Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich haben, z.B. Sprinter, Bergfahrer, Eintagespezilisten usw.
Sportgruppe Gruppen, herkömmlich als Teams bezeichnet, die unter dem Namen der Sponsoren auftreten (z. B. Gerolsteiner, T-Mobile, Wiesenhof), werden in zwei Kategorien unterteilt (2003 waren es noch 3), in GS I und GS II (groupe sportif, trade team), der Status richtet sich u. a. nach den erreichten Weltranglistenpunkten, der finanziellen Ausstattung und Solidität, die von der UCI überprüft wird
sprengen, das Feld, die Gruppe durch Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit, mittels einer Attacke wird das Fahrerfeld verkleinert, da nicht alle dem/den Angreifenden folgen können
springen, wegspringen attackieren, sich plötzlich lösen
Sprinter Fahrertyp, Spezialist für die schnellen explosiven (Etappen)sprints
Sprintvorbereitung Phase vor dem Zielsprint, in der Teamkollegen versuchen durch Tempoarbeit und Positionskämpfe ihrem Sprinter eine optimale Ausgangslage zu verschaffen
Spritzigkeit Fähigkeit, schnell, aus ‚dem Stand‘, explosiv, unerwartet anzutreten, zu beschleunigen
Startgeld Geldsumme, die Fahrern gezahlt wird dafür, dass sie an einem Rennen teilnehmen
Stehversuche taktisches Vorgehen bekannt aus dem Bahnradsprint, wenn Fahrer extrem langsam fahren, sich belauern um dann plötzlich explosiv anzutreten um zu gewinnen. Gelegentlich verhalten sich auch Straßenfahrer im Kampf um den Sieg entsprechend.
Streckenführung geographischer Strecken-, Etappenverlauf
Streckenkontrolle Überprüfung der Etappenstrecke daraufhin, ob die vorgeschriebenen Sicherheitsmassnahmen greifen
Stricken Ein Radfahrer „strickt“, wenn er infolge von Erschöpfung eine Steigung nicht mehr gerade hochfahren kann, sondern ein „Zick-Zack-Muster“ beschreibt. Dadurch wird der Weg zwar länger aber die Steigung geringer.
Super-Cup Serie ausgewählter Radmarathons, veranstaltet von Radsportvereinen und dem BDR
Super-Prestige Pernod 1959 bis 1987 gültige saisonale Fahrerwertung; gefolgt vom UCI-Weltcup

T

Tauchen Verbotener Weise eine oder mehrere Runden im Rennen auslassen, bei Kriterien oder Rundstreckenrennen mit Rundenvergütung wird das Tauchen durch das Vortäuschen eines Defekts „verfeinert“.
TAS Tribunal Arbitral du Sport, Sportgerichtshof, oberste internationale Entscheidungsinstanz, auch zuständig für Dopingfragen, hat offiziell 1984 die Arbeit aufgenommen, siehe auch CAS
Teamfahrzeug Personenwagen, die den Teams während der Rennen zugeordnet sind und mitfahren können, meist geführt von den sportlichen Leitern bzw. Renn-, Teamverantwortlichen, ausgerüstet mir den notwendigsten Ersatzteilen und Ersatzrädern
tempofest, tempohärte
hohe Geschwindigkeit, hohes Tempo über eine lange Distanz auch unter widrigen Bedingungen durchhalten können
Teufelslappen auch ‚flame rouge‘, rotes Dreieck, womit den Fahrern der letzte Kilometer des Rennens angezeigt wird
Tour de France Das berühmsteste und größte Etappenrennen der Welt. Sie wird seit 1903 gefahren. Zu den erfolgreichsten Fahrern, die je an der Tour teilgenommen haben gehören mit je fünf Siegen Jaques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain.
Trainingskontrolle Dopingkontrolle, die unerwartet, unangekündigt während der Trainigsphasen oder im Umfeld der Rennen stattfindet
Trainingsplan langfristiger Aufbauplan des Trainings, der Trainingsvorgaben
Trainingsrückstand im Trainingsaufbau zeitlich zurückliegend, so dass der Leistungstand, der zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden soll, gefährdet ist

U

U23 Fahrer von 19 bis 22 Jahren, für sie gibt es eigene Rennen und auch Weltmeisterschaften; Fahrer. die einer Sportgruppe angehören, werden automatisch als Elite eingestuft (ab 2010 auch U24)
Übersetzung Bezeichnet das Verhältnis der Umlauffrequenzen von Pedale und Rad. Eine Veränderung der Übersetzung wird durch den Gangwechsel herbeigeführt, d.h. die zurückgelegte Strecke pro Pedalumdrehung wird größer oder kleiner.
Union Cycliste Internationale (UCI) Die UCI ist der Radsport-Weltverband, er hat seinen Sitz in Lausanne/Schweiz.
Unipublic Veranstalter der Vuelta a Espania
UPTC (UCI ProTour Council)(s.a.CUPT) Rat des Profiradsports, oben angesiedelt in der UCI-Struktur

V

Vélo franz. Fahrrad
Velodrom Radrennbahn
Velociped Bezeichnung für die ersten Fahrräder bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Zum ertsen male soll der Begriff ‚vélocipéde‘ 1779 im ‚Journal de Paris‘ verwandt worden sein
Verfolger Fahrer, allein oder als Gruppe, die versuchen an vor ihnen fahrende heranzukommen
Verhungern nicht mehr weiter können, am Ende der Kraft sein, abgehängt werden
Verpflegungskontrolle Streckenabschnitt während einer Etappe, auf dem den Fahrern Verpflegungsbeutel durch Teammitglieder gereicht werden, franz. ‚Ravitaillement‘
Volksradfahren kurze bequeme Radtouren für die ganze Familie und jedes Alter
Vuelta a Espania Spanienrundfahrt, dreiwöchige Landesrundfahrt, die 1935 zum ersten Mal stattfand

W

WADA Welt-Anti-Doping-Agentur. Sie wurde 1999 in Lausanne gegründet und ist die mittlerweile von allen olympischen Sportverbänden anerkannte oberste Autorität der internationalen Antidoping-Bewegung
in eine Wand fahren einbrechen, am Ende seiner Kräfte sein
Wasserträger Unterstützende Mitglieder einer Rennmannschaft, die den Kapitän (und die anderen Teammitglieder) mit Nahrung und Getränken versorgen.
wegfliegen (hinten) schnelles Abgehängtwerden durch plötzliche Tempoverschärfung
Weltcup 1989 wurde der Radweltcup von der UCI eingeführt. Er setzt sich zusammen aus zehn Eintagesrennen, darunter alte traditionsreiche, 5, im Frühjahr und 5 nach der Tour de France bis in den Herbst. Hierzu gibt es eine besondere Weltcupwertung, bei jedem Rennen erhalten die ersten 25 Fahrer Punkte, der Fahrer mit den meisten kann im Weltcuptrikot auftreten
Weltcuprennen 10 Eintages-Rennen, meist Klassiker: Mailand-San Remo, Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Amstel-Gold-Race, Lüttich-Bastogne-Lüttich im Frühjahr, HEW-Cyclassics, Classica San Sebastian, Meisterschaft von Zürich, Paris-Tours, Lombardei-Rundfahrt im Sommer und Herbst
Weltmeistertrikot jede Disziplin und Kategorie hat ein eigenes WM-Trikot, das ‚Eigentum‘ der UCI ist, durch die genau festgeschrieben ist wann das Trikot getragen werden muss und wann nicht; s. a. Regenbogentrikot
Weltrangliste/-nrennen UCI-Weltranglistenrennen sind Rennen, bei denen Fahrer/innen für Plätze in den vorderen Rängen Punkte erhalten, die im Laufe eines Jahres summiert werden und je nach Höhe den Rang des Sportlers/ der Sportlerin innerhalb der Liste festlegen
Wiegetritt Fahrtechnik für Bergfahrer, bei der der Fahrer sein Körpergewicht abwechselnd auf beiden Pedalen verlagert und den Lenker genau in die entgegengesetzte Richtung drückt.
im Wind fahren, stehen Fahrer, die von vorne keinen Windschutz durch andere erhalten, wodurch sie besonders viel Kraft verbrauchen
Windkante Starker Seitenwind macht es den Fahrern schwer, Windschatten zu finden, sie bilden auf der Suche nach Windschatten diagonal über die Straße Fahrerreihen, Staffeln. Dabei kann es leicht passieren, daß das Feld auseinandergerissen wird.
Windschatten Der Windschatten befindet sich auf der des Wind abgewendeten Seite des Körpers. Fahrer die sich im Windschatten eines anderen Teilnehmers aufhalten bzw. fahren, können bis zu 30% Energie sparen.
„Fahrer auf die Windkante setzten“ das sind Fahrer, die keinen Platz mehr in der diagonalen Windstaffel finden. Diese Fahrer machen dann in der Regel eine weitere Windstaffel auf.

Z

Zeitfahren Es gibt Einzelzeitfahren, Zweier-Mannschaftszeitfahren oder Teamzeitfahren. Das sind einzelne Rennen oder Teilstücke von Etappenrennen, bei denen der einzelne Fahrer oder ein Team alleine eine bestimmte Strecke zurücklegen muß.
Zeitfahrmaschine,
Zeitfahrrad
Speziell für das Zeitfahren hergestelltes und präpariertes Rad, das sich meist durch Leichtigkeit und besondere Windschnittigkeit auszeichnet.
Zeitlimit Zeitrahmen, gemesen nach der Siegerzeit, innerhalb dessen die Fahrer das Ziel erreicht haben müssen, er ist unterschiedlich nach Etappenart und Rennen. Wer rausfällt, muss das Rennen verlassen.
Zielsprint Sprint um den Etappensieg
Züri-Metzgete traditioneller regionaler Name der Meisterschaft von Zürich (s. da), der wahrscheinlich auf die ersten Austragungsjahre zurückgeht. Im Frühjahr ausgetragen, auf schlechten Straßen, unter widrigen Wetterbedingungen mit mehreren hundert Teilnehmern waren Massenstürze immer gegeben, die Fahrer lieferten sich heftige Kämpfe, wahre Schlachten, sie ‚metzelten‘ sich sozusagen gegenseitig nieder
Zweite Luft haben Wiedererstarken
Zwischensprint Während der meisten Rundfahrten gibt es in den Etappen verteilt einige Sprintwertungen, bei denen Punkte für die Sprintwertungen / Trikots oder Zeitbonifikationen gewonnen werden können, spanisch auch ‚Meta Volante‘
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